23.08.2018

In insgesamt vier sogenannten InfoCamps haben die Teilnehmer in Kleingruppen die zentralen Themen des Berufsstandes diskutiert und weiterentwickelt.

Verhältnis von Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus

Erstes Netzwerktreffen der nachhaltigen Steuerberater

Von Dieter Pfab, Umweltbeauftragter des LSWB

Alle für einen: Unter dem Wahlspruch von Alexandre Dumas‘ Musketieren im Sinne von „Gemeinsam sind wir stark“ stand das erste Treffen des Netzwerks nachhaltiger Steuerberater am 21. Juni 2018 im Pfaffenhofener Stockerhof. Die Organisatoren konnten 150 Beteiligte aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen, darunter ca. 50 LSWB Mitglieder mit rund 120 Kanzleivertretern, die der Einladung im Rahmen der „Initiative nachhaltige Steuerkanzlei“ des Verbands gefolgt waren. Im Fokus der Veranstaltung stand das Verhältnis von Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Als erstes Treffen seiner Art war die Veranstaltung unter der Trägerschaft der lokal ansässigen Gemeinnützigen Bayerischen Akademie für Umwelt, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung (AUGE) durchgeführt worden. Konzipiert wurde die interaktive Großgruppenveranstaltung durch Gesellschafter der AUGE und Mitglieder des Netzwerkes nachhaltige Steuerkanzlei in Zusammenarbeit mit Moderator Dr. Clemens Oberhauser und Günter Hässel von Collega e. V.

Zentrale Zukunftsthemen diskutiert

Auf die Impulse der einführenden Keynote von Dr. Thomas Späth, Steuerberater und Wissenschaftler an der Universität Passau, mit dem Titel: „Digitale Steuerkanzlei – Realität oder Zukunftsmusik“ folgte der beteiligungsorientierte Hauptteil des Treffens. In vier Runden wurden die Teilnehmer – nun in Kleingruppen aufgeteilt – parallel durch vier sogenannte InfoCamps geführt. Dort wurden mit Camp-Leadern und Fachexperten in dialogischer Form die zentralen Zukunftsthemen des Berufsstandes diskutiert und weiterentwickelt. LSWB-Mitglied Reinhold Kaiser zieht ein positives Resümee: „Ein perfektes Netzwerktreffen! Der gegenseitige Erfahrungsaustausch hilft allen Netzwerkteilnehmern, um mit dem steten Wandel und den veränderten Rahmenbedingungen auf dem Markt gut Schritt halten zu können. … Jeder von uns hat seine Spezialthemen, wenn wir uns zusammenschließen, ist das eine Win-win-Situation für uns Steuerberater und auch für unsere Mandanten.“

In einem weiteren Block stellte eine Gruppe Studenten der Macromedia Hochschule für Kommunikation und Mediendesign in München die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes mit dem Titel „Erfolgreiche Kommunikation und Motivation von Nachhaltigkeit in Unternehmen“ vor. Kreativ und unvoreingenommen sind diese das Thema angegangen und haben ein innovatives Konzept für die ganz konkrete Gestaltung der digitalen Transformation entwickelt. Der Prototyp ihrer Methodenbox sowie das eigens designte Logo des grünen Fingerabdrucks fanden großen Anklang unter den Steuerberatern.

Digitalisierung erfordert Kulturwandel in den Kanzleien

Nach einem Tag geprägt von lebhaftem Erfahrungsaustausch, um die Kanzleien für künftige Herausforderungen fit zu machen, war man sich einig: Der für die digitale Transformation nötige Kulturwandel hin zu Partizipation und Transparenz wurde durch die Veranstaltung mehr als nur angestoßen. Schließlich hat sie in Vorwegnahme der angestrebten Kultur diese bereits vorgelebt und so ein authentisches Gesamtbild erzeugt. In der Abschlussdiskussion wurden die Aufbruchstimmung sowie der Wille, die Zukunft aktiv zu gestalten, deutlich. Und zwar immer mit Blick auf den Menschen. Dieser soll nicht Betroffener, sondern Beteiligter der digitalen Transformation sein und zwar sowohl in den Kanzleien selbst als auch in den betreuten Unternehmen.

Information

Weitere Information zur „Initiative nachhaltige Steuerkanzlei“ finden Sie unter www.lswb.bayern/Nachhaltige-Steuerkanzlei und unter www.nachhaltige-kanzlei.de

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